Folge 33: Judith Hermanns Roman „Daheim“

Judith Hermanns Roman „Daheim“

Eine namenlose Ich-Erzählerin zieht nach der Scheidung von ihrem Mann Otis in ein kleines Dorf an der Küste. Dort trifft sie auf allerlei skurille Figuren, schließt Freundschaft und lernt einen neuen Mann kennen. Wird sie bleiben oder wird sie gehen und weiterziehen? Motivisch und symbolisch aufgeladen erzählt Judith Hermann in ihrem aktuellen Roman „Daheim“ von der Kraft eines Neuanfangs, vom Erinnern, vom Vergessen, vom Reiz der Gegenwart und des Augenblicks.

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Folge 31: Steffen Kopetzkys Roman „Monschau“

Steffen Kopetzkys Roman „Monschau“

Die junge Bundesrepublik im Jahr 1962: In dem kleinen Ort Monschau in der Eifel bricht eine Pockenepidemie aus. Der junge griechische Arzt Nikos Spyridakis reist mit dem Virologen Günter Stüttgen dorthin, um den Ausbruch der Krankheit unter Kontrolle zu halten. Widerstand erfahren die beiden Mediziner vor allem durch den Geschäftsführer der ortsansässigen Rither-Werke, einem international erfolgreichen Industrie-Großbetrieb, der mit aller Macht versucht, sein Unternehmen vor der Schließung zu bewahren und gleichzeitig dessen dunkle Vergangenheit unter Verschluss zu halten.

Steffen Kopetzky zeichnet in seinem aktuellen Roman Monschau ein Gesellschaftsporträt der frühen 1960er Jahre und verdeutlicht – durchaus mit augenfälligen Parallelen zur aktuellen Corona-Situation -, wie der Mensch in Krisenzeiten agiert und reagiert. Gleichzeitig erzählt er eine zarte Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen, die Hoffnung geben: Hoffnung auf Heilung, auf Erneuerung, auf Zukunft.

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Folge 30: Klaus Modicks Roman „Fahrtwind“

Joseph von Eichendorffs Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ // Klaus Modicks Roman „Fahrtwind“

Hinweis: Für die Erstellung dieser Folge wurde mir ein Rezensionsexemplar von Klaus Modicks Fahrtwind vom Verlag Kiepenheuer & Witsch zur Verfügung gestellt.

Deutschland in den frühen 1970er Jahren, der Zeit von Studentenprotesten, RAF, Hippies und bewusstseinserweiternden Substanzen: Ein junger Mann möchte keinesfalls in der väterlichen Firma als „& Sohn“ enden, also packt er seine Gitarre ein und verlässt das elterliche Zuhause, nur um kurz darauf von zwei Frauen im Cabrio aufgelesen zu werden. Hier beginnt seine abenteuerliche Reise, die ihn über Wien bis nach Rom führen wird. Unterwegs erlebt er allerlei verworrene Abenteuer, trifft skurrile Figuren, macht Erfahrungen mit halluzinogenen Pilzen und ist dabei immer auf der Suche nach seiner „Allerschönsten“, einer der beiden Frauen aus dem Cabrio.

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Folge 28: Juli Zehs Roman „Über Menschen“

Juli Zehs Roman „Über Menschen“

Hinweis: Für die Erstellung dieser Podcast-Folge wurde mir ein Rezensionsexemplar des Romans vom Luchterhand Verlag / Random House zur Verfügung gestellt.

In ihrem neuen Roman Über Menschen versetzt Juli Zeh ihre Leserinnen und Leser nach Brandenburg in das Dorf Bracken. Dorthin geht nämlich die Protagonistin Dora, die eigentlich in Berlin mit ihrem Freund zusammenlebt und von Beruf Werbetexterin ist. Als jedoch die Corona-Pandemie ausbricht und Doras Freund Robert sich mehr und mehr in die die Virus-Panik hineinsteigert und sogar Dora verbieten möchte, die gemeinsame Wohnung zu verlassen, reicht es ihr. Sie flieht gemeinsam mit ihrer Hündin Jochen in die brandeburgische Provinz, wo sie ein ziemlich heruntergekommenes Haus gekauft hat.

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Folge 24: Ottessa Moshfeghs Roman „Der Tod in ihren Händen“ (mit Anke Caroline Burger, Übersetzerin)

Ottessa Moshfeghs Roman „Der Tod in ihren Händen“

Ottessa Moshfeghs neuer Roman Der Tod in ihren Händen erzählt die Geschichte der 72-jährigen Vesta Guhl. Diese lebt nach dem Tod ihres Mannes Walter allein und zurückgezogen in einem abgelegenen Haus. Ihre Nachbarn und die Bewohner des kleinen Ortes Levant kennt sie kaum, einzig ihr Hund Charlie ist ihr treuer Begleiter. Bei einem morgendlichen Spaziergang entdeckt Vesta im Wald eine Nachricht auf einem Stück Papier: „Sie hieß Magda. Niemand wird je erfahren, wer sie ermordet hat. Ich war es nicht. Hier ist ihre Leiche.“ Vesta beginnt mit einer Recherche zu dem vermeintlichen Mord an Magda und erfindet in ihren Gedanken ein komplexes Geflecht aus Charakteren und Geschichten, bei denen zusehends der Bezug zwischen Realität und Fiktion zu verschwimmen scheint.

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Folge 23: Amanda Lasker-Berlins Roman „Elijas Lied“ (mit @fraupastell)

Amanda Lasker-Berlins Debütroman „Elijas Lied“

Für die Besprechung von Amanda Lasker-Berlins Roman „Elijas Lied“ habe ich mir kompetente Unterstützung organisiert: Sandra Doods, bei Instagram auch bekannt als @fraupastell, betreibt dort einen Literatur-Kanal mit Bildungsauftrag und bloggt dazu noch fleißig auf ihrer eigenen Internetseite. Dazu war sie in diesem Jahr Jurorin des Literaturpreises @dasdebuet.

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Folge 22: Monika Helfers Roman „Vati“

Monika Helfers neuer Roman „Vati“

In ihrem neusten Roman mit dem Titel Vati nähert sich die österreichische Autorin Monika Helfer in einer weiteren intimen Familiengeschichte ihrem Vater. Sanft und mit viel Liebe rekonstruiert sie dessen Leben und changiert dabei literarisch geschickt zwischen Fiktion und Realität. Dazu ist der Roman auch eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher und knüpft nahezu nahtlos an den Vorgänger-Bestseller Die Bagage aus dem letzten Jahr an.

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Folge 20: Judith Zanders Roman „Johnny Ohneland“

Judith Zanders Roman „Johnny Ohneland“

Joana, genannt Johnny, wächst auf in der mecklenburgischen Provinz. Von dort beginnt sie eine Reise über mehrere Jahrzehnte auf der Suche nach sich selbst, ihrer Identität, ihrer Geschlechterrolle. Für Johnny geht es dabei von der DDR über Finnland und Leipzig bis nach Australien. In ihrer Coming-of-Age-Geschichte erzählt Judith Zander in ihrem Roman Johnny Ohneland von brandaktuellen gesellschaftlichen Fragen, jederzeit ohne Klischee, dafür mit viel Gefühl und Introspektion. Und doch: Die lyrische Sprachgewalt und die ungewöhnliche Erzählperspektive fordern Leserinnen und Lesern alles ab.

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Folge 19: Robert Seethalers Roman „Der Trafikant“

Robert Seethalers Roman „Der Trafikant“

Der 17-jährige Franz Huchel geht nach Wien und beginnt eine Lehre als Verkäufer von Zeitungen und Tabakwaren, als Trafikant. Obwohl ihn die Stadt zunächst noch überfordert, gewöhnt sich der Landjunge schnell an die große Metropole und knüpft enge Bindungen zu seinem Ausbilder Otto Trsnjek und zu der schönen Böhmin Anezka. Sogar den großen Psychoanalytiker Sigmund Freud darf Franz bald zu seinen Bekannten zählen.

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Folge 18: Verena Kesslers Roman „Die Gespenster von Demmin“

Verena Kesslers Roman „Die Gespenster von Demmin“

Larissa, genannt Larry, ist 15 Jahre alt und lebt in Demmin, einer Kleinstadt im östlichen Mecklenburg-Vorpommern. Sie hat einen außergewöhnlichen Berufswunsch: Kriegsreporterin möchte sie werden und damit ihrer tristen Lebenswelt entfliehen, denn eine schreckliche Geschichte hängt wie ein verhängnisvoller Schleier über Demmin und seinen Einwohnern. 1945 geschah hier einer der größten Massenselbstmorde der deutschen Geschichte. Verena Kessler geht es in ihrem Debütroman Die Gespenster von Demmin nicht um eine historische Auseinandersetzung mit dem Stoff. Viel mehr zeigt sie, wie Vergangenheit und Gegenwart, Leben und Tod zusammenhängen und inwiefern eine Kollektiverfahrung einen ganzen Ort nachhaltig prägen kann.

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