Folge 73: Maria Muhars Roman „Lento Violento“

Maria Muhars Roman „Lento Violento“ (erschienen bei Kremayr & Scheriau)

Alex ist Schriftstellerin und möchte einen Roman über die Jugend- und Popkultur der späten 1990er Jahre schreiben. Stilprägend war damals der sogenannte Lento Violento, ein Subgenre der Eurodance-Musik, das harten Bass und eine relative Langsamkeit miteinander verbindet.

Das Romanprojekt geht jedoch nur schleppend voran, sie ist unzufrieden mit ihren Figuren, die sich nicht so recht entwickeln wollen. Dazu leidet sie an einer Depression. Abhilfe sucht sie in der Therapie bei einem Psychologen, gleichzeitig verwehrt sie sich gegen die Auseinandersetzung mit sich selbst.

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Folge 72: Narrative und Storytelling in Videospielen

Zu Gast in dieser Folge: Retro-Spiele-Podcaster und Ex-Gamestar-Chefredakteur Gunnar Lott

Es muss ja nicht immer ein Buch sein. Spätestens seit Beginn der Pandemie habe ich zu einem alten Hobby zurückgefunden: dem Spielen von Videospielen. Dabei habe ich festgestellt, dass Videospiele oft ganz fantastische Geschichten erzählen und hochinteressante Narrative aufweisen.

Mit Gunnar Lott, Ex-Chefredakteur der Spielezeitschrift Gamestar und Retro-Spiele-Podcaster bei Stay Forever, spreche ich über erzählende Spiele und er erklärt, warum Spiele insbesondere dann interessante Narrative entwickeln, wenn sie sich vom Film und vom Buch entfernen und ihre eigenen Stärken ausspielen. Dazu erforscht Gunnar das Wesen des Videospiels an sich, diskutiert die Frage, ob Videospiele eigentlich Kunst sind, und erörtert, was ein „gutes“ Spiel eigentlich sonst noch ausmacht. Und natürlich hat Gunnar auch noch ein paar Literaturtipps dabei!

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Bonus-Folge: Interview mit Wlada Kolosowa

Wlada Kolosowa, Autorin von „Der Hausmann“ (Foto: © Mario Heller)

Wlada Kolosowa ist Journalistin und Autorin. Ihr erster Roman mit dem Titel „Fliegende Hunde“ erschien 2018, dieses Jahr folgte ihr neues Buch „Der Hausmann“, eine erfrischende Kombination aus verschiedenen Formen (u.a. einer Graphic Novel) und einer Menge aktueller Themen.

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Folge 71: Wlada Kolosowas Roman „Der Hausmann“

Wlada Kolosowas Roman „Der Hausmann“ (erschienen im Leykam Verlag)

Thea und Tim sind gerade eingezogen in das Mietshaus in Berlin-Neukölln. Sie kommt aus gutem Haus, er aus ärmlichen Verhältnissen. Sie möchte Karriere machen in einem hippen Start-Up für veganes Hundefutter, er arbeitet an einer Graphic Novel über den Klimawandel und schmeißt ansonsten den Haushalt.

Mit im Haus leben der Ukrainer Maxim, der vor dem Krieg geflüchtet ist und nun versucht Deutsch zu lernen, und die Rentnerin Dagmar, die auf ihrem Blog mehr oder weniger legale Spartipps für den Alltag gibt und sich ansonsten sehr einsam fühlt.

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Folge 70: Elina Penners Roman „Nachtbeeren“

Elina Penners Debütroman „Nachtbeeren“ (erschienen im Aufbau Verlag)

Nelli Neufeld ist 35 Jahre alt, Russlandmennonitin, zuhause in der Provinz Ostwestfalens, verheiratet mit Kornelius. Während Nellis jüngster Bruder Eugen studiert hat und in der Großstadt lebte und ihr Teenager-Sohn Jakob zumindest halt im Glauben findet, lebt Nelli ein Leben, das geprägt ist von Familie, Vorratshaltung und Bethaus. Einzig bei ihrer (mittlerweile verstorbenen) Öma fand sie immer die liebevolle Geborgenheit und die Anerkennung, die sie sich wünschte.

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Bonus-Folge: Interview mit Elina Penner (Autorin von „Nachtbeeren“)

Elina Penner, Autorin von Nachtbeeren (Foto: © Kai Senf)

Elina Penner wurde 1987 in der ehemaligen Sowjetunion geboren und kam 1991 nach Deutschland. Sie lebte in Berlin und in den USA und ist nun im beschaulichen Minden in Ostwestfalen heimisch geworden (meine Geburtstatadt übrigens!). Im März 2022 ist ihr Debütroman mit dem Titel „Nachtbeeren“ erschienen.

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Folge 69: Mareike Fallwickls Roman „Die Wut, die bleibt“

Mareike Fallwickls Roman „Die Wut, die bleibt“ (erschienen im Rowohlt Verlag)

Es ist ein scheinbar harmloser Satz, der in diesem Roman alles in Rollen bringt: „Haben wir kein Salz“, fragt Johannes beim gemeinsamen Abendessen seine Frau Helene, die daraufhin auf den Balkon hinaustritt und sich in den Tod stürzt. Helenes beste Freundin Sarah, die mit ihrem deutlich jüngeren Freund und ihrer Schriftstellerinnentätigkeit bisher einem gänzlich konträren Lebensmodell gefolgt ist, springt ein und kümmert sich um den Haushalt und die drei Kinder. Insbesondere die 15-jährige Lola sucht nach Ventilen für die tiefgreifende Wut, die sie empfindet. Beide, Sarah und Lola, müssen einen Weg finden, mit der Lücke, die Helene hinterlassen hat, umzugehen. Und ihre Herangehensweisen könnten unterschiedlicher nicht sein.

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Folge 68: Georg Büchners Dramenfragment „Woyzeck“

Georg Büchners Dramenfragment „Woyzeck“ in der Reclam-Ausgabe

Das frühe 19. Jahrhundert: Der Soldat Franz Woyzeck muss niedere Arbeiten verrichten und wird von seinem Hauptmann und einem Doktor schikaniert, während er versucht, für sich, seine Freundin Marie und das gemeinsame uneheliche Kind einen Lebensunterhalt zu verdienen. Dabei wird es ihm von allen Seiten schwer gemacht: Der Hauptmann lässt sich von Woyzeck bedienen und macht sich immer wieder auf seine Kosten lustig, für den Doktor muss Woyzeck an unterschiedlichen Experimenten teilnehmen, um eine Zulage zu bekommen. In einem dieser Versuche wird er auf eine strikte Erbsen-Diät gesetzt, was unweigerlich zu psychischen und physiologischen Ausfallerscheinungen führt.

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Bonus-Folge: Interview mit Büchner-Experte Prof. Dr. Roland Borgards

Prof. Dr. Roland Borgards, Büchner Experte von der Goethe-Universität Frankfurt

Prof. Dr. Roland Borgards forscht und lehrt an der Goethe-Universität Frankfurt. Dieser Tage beschäftigt er sich mit Tieren aus kultur- und literaturwissenschaftlicher Perspektive, kennt sich aber auch bestens mit Georg Büchner aus und engagiert sich aktiv in der Georg-Büchner-Gesellschaft.

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