Bonus-Folge: Interview mit Jessica Lind

Jessica Lind, Autorin von „Mama“ (Foto: © Mercan Sümbültepe)

In der neuen Podcast-Folge ist Jessica Lind (Instagram: @__jessica_lind__) bei mir zu Gast, die mit ihrem Debütroman „Mama“ für den Literaturpreis @dasdebuet nominiert ist. Im Interview spricht Jessica unter anderem über die Unterschiede zwischen Prosa und Film, über die Erwartungen und Ansprüche an Schwangerschaft und Muttersein in einer kapitalistischen Gesellschaft und sie erzählt, warum sie Versatzstücke aus dem Horror-Genre liebt, aber gar nicht so gerne Horror-Filme schaut.

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Folge 49: Jessica Linds Roman „Mama“

Jessica Linds Roman „Mama“ (erschienen bei Kremayr & Scheriau)

Jessica Lind hat mit ihrem Roman Mama ein außergewöhnliches Debüt vorgelegt: Amira und Josef wollen ein Kind. Da das nicht so recht klappen will, nehmen die beiden sich eine Auszeit und verbringen ein paar Tage in einer abgelegenen Hütte mitten im Wald. Und tatsächlich wird Amira schwanger und eigentlich könnte alles perfekt sein, wären da nicht Josefs düstere Familiengeschichte, ein geheimnisvolles Märchenbuch, eine streunende Hündin und ein einsamer Wanderer, der die beiden zu beobachten scheint. Als Amira eines Tages alleine in den Wald geht, scheinen sich die Zusammenhänge von Raum und Zeit aufzulösen und plötzlich ist gar nicht mehr klar, was hier eigentlich Realität, was (Alb-)Traum und was Wahn ist.

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Interview mit Stefanie vor Schulte

Autorin Stefanie vor Schulte (Foto: Gene Glover / © Diogenes Verlag) 

Stefanie vor Schulte, Autorin von „Junge mit schwarzem Hahn“, war diese Woche bei mir im Podcast zu Gast. Ihr Debütroman ist für den Literaturpreis Das Debüt nominiert und sie erzählt im Interview von ihrem Umgang mit der plötzlichen Aufmerksamkeit sowie mit Interpretationen und Genrezuschreibungen zu ihrem Text und sie erklärt, warum sie ein großes „Verteidigungsbedürfnis“ gegenüber ihren Figuren hat.

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Folge 48: Ariane Kochs Roman „Die Aufdrängung“

Ariane Kochs Debütroman „Die Aufdrängung“ (erschienen beim Suhrkamp Verlag)

Die Erzählerin in Ariane Kochs Debütroman Die Aufdrängung lebt in einem zu großen Haus in einer zu kleinen Stadt. Eines Tages entscheidet sie sich, einen Fremden bei sich aufzunehmen. Dieser Gast breitet sich in ihrem Zuhause aus, wird mehr und mehr zu ihrem Lebensmittelpunkt und gleichzeitig immer unkontrollierbarer. Jedoch dient er ihr auch als Projektionsfläche für ihre eigene Auseinandersetzung mit sich selbst und schließlich ist gar nicht mehr so klar, wer sich hier eigentlich wem aufdrängt.

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Folge 47: Stefanie vor Schultes Roman „Junge mit schwarzem Hahn“

Stefanie vor Schultes Roman „Junge mit schwarzem Hahn“ (erschienen beim Diogenes Verlag)

Martin ist 11 Jahre alt und lebt in einer grausamen Welt voller Leid und Krieg. Trotz seiner eigenen schrecklichen Hintergrundgeschichte stellt sich Martin aktiv gegen das Böse, begleitet von einem sprechenden Hahn, der ihm als treuer Freund und Wegweiser dient. Stefanie vor Schulte entwirft in ihrem Debütroman Junge mit schwarzem Hahn einen Ruf nach mehr Empathie, Liebe und kritischem Denken in einer Zeit, in der es an alldem mangelt. Der Roman, der sich wie ein Märchen der Romantik liest, zieht einen tief hinein in die Abgründe seines düsteren Settings und gibt doch immer wieder Hoffnung. Wie das funktioniert und ob sich die Lektüre lohnt, erfahrt in dieser Folge.

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Folge 46: Sharon Dodua Otoos Roman „Adas Raum“

Sharon Dodua Otoos Roman „Adas Raum“ (erschienen im S. Fischer Verlag)

Die titelgebende Ada aus Shardon Dodua Otoos Debütroman Adas Raum ist nicht eine Frau, sondern gleich vier. Im späten 15. Jahrhundert wird sie Zeugin der Ankunft portugiesischer Kolonialisten, im 19. Jahrhundert legt sie als Ada Lovelace die Grundlagen der modernen Informatik, 1945 wird sie im KZ Mittelbau-Dora zur Prostitution gezwungen und in unserer Gegenwart sucht sie als Schwarze Frau in Berlin verzweifelt eine Wohnung für sich und ihr ungeborenes Baby.

Sharon Dodua Otoo erzählt in ihrem Debütroman von Weiblichkeit, von Fragen der Identität, von Kolonialismus, Rassismus und Unterdrückung. Dazu hebt sie die Zirkularität des Historischen hervor und wagt dabei noch einige spannende erzählerische Experimente, etwa wenn sie aus der Perspektive eines Besens oder eines Reisepasses erzählt oder wenn sie einfach mal Gott höchstpersönlich (mit feinstem Berliner Dialekt) auftreten lässt.

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Folge 45: Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“

Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ (hier in der Ausgabe vom Suhrkamp Verlag)

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Er lag auf seinem panzerartig harten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dessen Höhe sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte. Seine vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine flimmerten ihm hilflos vor den Augen.“ So beginnt eine der rätselhaftesten Erzählungen der Literaturgeschichte: Franz Kafkas Die Verwandlung.

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Folge 44: Svenja Flaßpöhlers Sachbuch „Sensibel“

Svenja Flaßpöhlers Sachbuch „Sensibel“

Wie kamen wir vom sich mit den Fingern schnäuzenden, mordenden und an brutalen Ritterturnieren teilnehmenden Johann im 11. Jahrhundert zum gendernden, einfühlsamen und sensiblen Vegetarier und Gymnasiallehrer Jan? Diese Frage führt Svenja Flaßpöhler in ihrem neuen Buch Sensibel in eine umfassende Philosophiegeschichte der menschlichen Sensibilität und Empathie. Zwar stehe das sensible Ich stellvertretend für einen bedeutenden zivilisatorischen Fortschritt, so Flaßpöhler, jedoch zeige sich gerade in den kontroversen Debatten unserer Gegenwart, dass Sensibilität häufig als Schwäche wahrgenommen werde.

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Folge 43: Sarah Jägers Roman „Die Nacht so groß wie wir“

Sarah Jägers Roman „Die Nacht so groß wie wir“ (erschienen im Rowohlt Verlag, hier die Kindle-Ausgabe)

Die Freund*innen Suse, Pavlow, Maja, Tolga und Bo haben gerade Abi gemacht und stehen nur noch einen Schritt vor dem Erwachsenenleben. Pavlow schlägt vor, den letzten gemeinsamen Abend zu nutzen, um sich den eigenen „Ungeheuern“ zu stellen, um so „wiedergeboren“ zu werden. Die Nacht läuft mächtig aus dem Ruder und die fünf müssen feststellen, dass ihre Freundschaft Risse hat und dass eine Menge Unausgesprochenes zwischen Ihnen steht.

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Folge 42: Dave Eggers‘ Roman „Every“

Dave Eggers‘ Roman „Every“ (in der Übersetzung von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann erschienen bei Kiepenheuer & Witsch)

Dave Eggers landete 2013/2014 mit der dystopischen Erzählung Der Circle einen internationalen Bestseller. Jetzt ist der Nachfolger Every erschienen und darin begegnen wir wieder der Protagonistin Mae Holland, die mittlerweile zum CEO eines Tech-Super-Unternehmens mit dem Namen The Every geworden ist, nachdem The Circle den größten Online-Versandhändler (der nach einem Fluss in Südamerika benannt ist – zwinker, zwinker) geschluckt hat.

Dieses Mal schickt sich die Tech-Skeptikerin und ehemalige Nationalpark-Rangerin Delaney Wells als Protgaonistin zusammen mit ihrem guten Freund Wes Kavakian an, das übermächtige Unternehmen von Innen zu zerstören. Delaney und Wes versuchen mit immer abstruseren App-Ideen einen öffentlichen Widerstand gegen The Every zu formieren, der jedoch ausbleibt. Denn die Menschen feiern jede noch so absurde Einschränkung ihrer Privatsphäre, ihrer Selbstbestimmung und ihrer Individualität.

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