Folge 56: Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“

Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“ (erschienen in einer Jubiläumsausgabe beim Hanser Verlag)

Zum 40-jährigen Jubiläum von Umberto Ecos Roman Der Name der Rose erscheint dieser in einer Neuauflage im Hanser Verlag. Grund genug für mich, mir diesen Roman noch mal vorzunehmen, denn dieses rätselhafte und umfassende Universalkunstwerk beinhaltet neben einer (eher klassischen) Kriminalhandlung jede Menge Querverweise auf die Welt der Religionsphilosophie, der Wissenschaftsgeschichte und des Mittelalters.

Ich habe mich für euch durch dieses knapp 800 Seiten lange Roman-Monster gekämpft und berichte in dieser Folge, ob sich der 40 Jahre junge Klassiker immer noch (oder noch einmal?) lohnt und verrate vielleicht sogar, was es eigentlich mit dem Titel auf sich hat.

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Folge 55: Ukrainische Kultur und Literatur (mit Prof. Dr. Alexander Wöll)

Prof. Dr. Alexander Wöll, Uni Potsdam (Foto: © Tobias Hopfgarten)

Prof. Dr. Alexander Wöll ist Experte für die Kultur und Literatur Mittel- und Osteuropas, insbesondere beschäftigt er sich an der Universität Potsdam mit ukrainischer Gegenwartsliteratur und Literaturgeschichte. In dieser Folge spreche ich mit ihm über die zentralen Entwicklungslinien der ukrainischen Kultur und Literatur und natürlich schlagen wir auch den Bogen zur aktuellen Lage im Land. Prof. Dr. Wöll gibt viele interessante Einblicke die Literaturgeschichte eines hybriden und multikulturellen Landes, die seit Ende des 18. Jahrhunderts bis heute enorm produktiv und vielfältig ist und so einige Literatur-Superstars und Geheimtipps hervorgebracht hat.

Die Podcast-Folge zu ukrainischer Kultur und Literatur mit Prof. Dr. Alexander Wöll
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Folge 54: Tobias Sommers Roman „Das gekaufte Leben“

Tobias Sommers Roman „Das gekaufte Leben“ (erschienen bei DTV)

Hauptfigur in Tobias Sommers viertem Roman Das gekaufte Leben ist Clemens Freitag, ein wenig ambitionierter Pechvogel, dessen Leben von schweren Schicksalsschlägen geprägt ist. Eines Tages entdeckt Freitag im Internet eine Auktion eines Mannes namens Götz Dammwald, der darin sein gesamtes Leben versteigert, inklusive Haus am See, Auto, einer Stammtischrunde und sogar einem gut bezahlten Job. Clemens Freitag schlägt zu, doch als er sein neues Leben antritt, muss er bald feststellen, dass das durchaus seine Tücken hat. Zu allem Überfluss tauchen – im wahrsten Sinne des Wortes – einige gutgehütete Geheimnisse aus dem an sein Grundstück angrenzenden See auf und Freitag muss sich mit ihnen auseinandersetzen, ob er will oder nicht.

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Folge 53: Maxim Leos Roman „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“

Maxim Leos Roman „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ (erschienen bei Kiepenheuer & Witsch)

Im Juli 1983 fährt eine mit 127 Menschen besetzte S-Bahn unbehelligt vom Berliner Bahnhof Friedrichstraße in den Westen. Verantwortlich für eine der größten Massenfluchten der DDR-Historie soll der Reichsbahner Michael Hartung gewesen sein. Angeblich wurde dieser über zwei Monate dazu verhört und gefoltert, schwieg jedoch beharrlich. Zum 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls gräbt der Journalist Landmann diese Story in den Stasi-Akten aus und wittert den großen journalistischen Coup.

Das Problem: Die Geschichte ist so nie passiert und Michael Hartung ist kein Held, sondern bestenfalls ein nachlässiger (und etwas fauler) Bahnangestellter. Gemeinsam entschließen sich der Videothekbesitzer und der Medienmacher, mit einer stark optimierten Version der Wahrheit an die Öffentlichkeit zu gehen, die jedoch schon bald zu einer großen Bürde zu werden droht.

Maxim Leo stellt die erfundene Fluchtgeschichte an den Anfang seines neuen Romans Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße und blickt satirisch auf Geschichte und Geschichtsschreibung, die Macht der Medien und die Interessen der Politik. Mehr zu diesem sehr lesenswerten Roman erfahrt ihr in dieser Folge.

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Bonus-Folge: Interview mit Dr. Birgit Dahlke

Dr. Birgit Dahlke (Foto: © Gerald Zörner)

Zu Gast in dieser Interview-Folge ist Dr. Birgit Dahlke von der Humboldt-Universität in Berlin. Dr. Dahlke forscht literaturwissenschaftlich zu Christa Wolf und ihrem Werk im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf. Zudem engagiert sie sich im Vorstand der Christa Wolf-Gesellschaft, die sich der „öffentliche[n] und wissenschaftliche[n] Auseinandersetzung mit dem Werk und dem Wirken von Christa und Gerhard Wolf“ verschrieben hat.

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Folge 52: Yasmina Rezas Roman „Serge“

Yasmina Rezas Roman „Serge“ (erschienen im Hanser Verlag, übersetzt von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel)

Die jüdischen Geschwister Jean, Nana und Serge reisen mit Serges Tochter Joséphine nach Auschwitz, um die dortige Gedenkstätte zu besuchen. Mit Ausnahme von Joséphine sind alle vor allem mit sich selbst und den eigenen trivialen Alltagssorgen beschäftigt, insbesondere Serge reagiert mit zynischer Ablehnung angesichts des von Touristen überfüllten „Themenparks“. Es kommt wie es kommen muss: Ein Streit entzweit die Geschwister so sehr, dass sie sich erst im Angesicht des Todes einander wieder annähern können.

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Folge 51: Christa Wolfs Roman „Kassandra“

Christa Wolfs Roman „Kassandra“ (hier in der broschierten Ausgabe vom Suhrkamp Verlag)

Die Zeit der Belagerung von Troja: Die Seherin Kassandra steckt in einem Dilemma. Zwar kennt sie die Zukunft und sieht, wie sich das Schicksal ihrer Heimatstadt vor ihrem geistigen Auge entfaltet, doch wegen eines Fluchs schenkt ihr niemand Glauben. Dazu wird gerade das Matriarchat abgelöst durch eine Gruppe äußerst brutaler und kriegstreiberischer Männer. Kassandra muss lernen, mit der Situation umzugehen und sie entwickelt sich schrittweise zu einer Frau, die kritisch denkt und ihr „Bild von sich selbst änder[t]“, um so zu Autonomie und Selbstbestimmung zurückzufinden.

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