Folge 11: Deniz Ohdes Roman „Streulicht“

Deniz Ohdes Roman „Streulicht“

In der elfen Folge von Auf ein Buch! geht es noch einmal um eine Nominierte für den Deutschen Buchpreis, nämlich Deniz Ohdes Roman Streulicht: Die namenlose Ich-Erzählerin kehrt in ihre Heimatstadt zurück, da ihre Freunde Pikka und Sophia heiraten werden. Sie nutzt diese Gelegenheit und reflektiert ihre eigene Herkunft, ihre Identität und ihren steinigen Weg durch das deutsche Bildungssystem. Als Tochter einer türkischen Mutter und eines deutschen Vaters ist sie von klein auf Diskriminierung und systemischen Rassismus ausgesetzt. Trotz ihrer vermeintlichen Erfolgsgeschichte bleiben am Ende viel Tristesse und Pessimismus: Streulicht zeigt auf beeindruckende Weise, wie unmöglich es sein kann, der eigenen Herkunft zu entfliehen und wie wenig weit wir in Sachen Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit eigentlich gekommen sind.

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Folge 10: Leif Randts Roman „Allegro Pastell“

Leif Randts Roman „Allegro Pastell“

Hurra, ein Jubiläum! In der zehnten Folge spreche ich über einen weiteren Nominierten für den Deutschen Buchpreis, nämlich Leif Randts Roman Allegro Pastell: Tanja (Ende 20), Jerome (Mitte 30), sie Erfolgsautorin, er Webdesigner, führen eine Fernbeziehung zwischen Maintal und Berlin. Die „Lovestory aus den späten Zehnerjahren“ (so der Klappentext) ist aber eher eine soziologisch-philosophische Studie des freiberuflichen Millenial-Milieus: Ständig reflektieren sich die Figuren selbst und ihr Handeln und versuchen dabei mit aller Macht ihr Leben zu kontrollieren. Dass das mitunter anstregend ist, leuchtet ein, und gerade deshalb ist auch Leif Randts Roman (zumindest für mich) eine echte Herausforderung, an der man sich abarbeiten muss.

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