Folge 68: Georg Büchners Dramenfragment „Woyzeck“

Georg Büchners Dramenfragment „Woyzeck“ in der Reclam-Ausgabe

Das frühe 19. Jahrhundert: Der Soldat Franz Woyzeck muss niedere Arbeiten verrichten und wird von seinem Hauptmann und einem Doktor schikaniert, während er versucht, für sich, seine Freundin Marie und das gemeinsame uneheliche Kind einen Lebensunterhalt zu verdienen. Dabei wird es ihm von allen Seiten schwer gemacht: Der Hauptmann lässt sich von Woyzeck bedienen und macht sich immer wieder auf seine Kosten lustig, für den Doktor muss Woyzeck an unterschiedlichen Experimenten teilnehmen, um eine Zulage zu bekommen. In einem dieser Versuche wird er auf eine strikte Erbsen-Diät gesetzt, was unweigerlich zu psychischen und physiologischen Ausfallerscheinungen führt.

Marie scheint dazu noch untreu zu sein, hegt sie doch ein Interesse an dem attraktiven Tambourmajor. In dieser fatalen Gemengelage nimmt Woyzecks sich immer stärker ausprägede Schizophrenie Überhand. Mittlerweile hört er Stimmen und leidet auch unter visuellen Halluzinationen. Nachdem er Marie mit dem Tambourmajor auf einem Volksfest ausgelassen tanzen sieht, kauft er bei einem Krämer ein Messer und ersticht seine Lebensgefährtin am Weiher außerhalb der Stadt.

Die Podcast-Folge zu Georg Büchners Dramenfragment „Woyzeck“

Georg Büchner war mit seinem Dramenfragment „Woyzeck“ in jeder Hinsicht seiner Zeit weit voraus und der Text wurde erst knapp siebzig Jahre nach Büchners frühem Tod so richtig wiederentdeckt. Was Woyzeck modern macht und warum man diesen (in der Ausgabe vom @reclamverlag) nur 38 Seiten langen Text gerade heute unbedingt lesen sollte, erfahrt ihr in meiner neuen Podcast-Folge.

Unterstütze den Podcast bei Steady!

Shownotes und Links:
Georg Büchners Dramenfragment „Woyzeck“ beim Reclam Verlag
SWR-Hörspiel zu Georg Büchners „Woyzeck“ bei Audible
Trailer zu Werner Herzogs Filmfassung von Georg Büchners „Woyzeck“ (YouTube)
Webseite von Prof. Dr. Roland Borgards auf der Homepage der Goethe-Universität Frankfurt
„Auf ein Buch!“ bei Spotify
„Auf ein Buch!“ bei Instagram
Blog zu „Auf ein Buch!“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert