Folge 48: Ariane Kochs Roman „Die Aufdrängung“

Ariane Kochs Debütroman „Die Aufdrängung“ (erschienen beim Suhrkamp Verlag)

Die Erzählerin in Ariane Kochs Debütroman Die Aufdrängung lebt in einem zu großen Haus in einer zu kleinen Stadt. Eines Tages entscheidet sie sich, einen Fremden bei sich aufzunehmen. Dieser Gast breitet sich in ihrem Zuhause aus, wird mehr und mehr zu ihrem Lebensmittelpunkt und gleichzeitig immer unkontrollierbarer. Jedoch dient er ihr auch als Projektionsfläche für ihre eigene Auseinandersetzung mit sich selbst und schließlich ist gar nicht mehr so klar, wer sich hier eigentlich wem aufdrängt.

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Folge 47: Stefanie vor Schultes Roman „Junge mit schwarzem Hahn“

Stefanie vor Schultes Roman „Junge mit schwarzem Hahn“ (erschienen beim Diogenes Verlag)

Martin ist 11 Jahre alt und lebt in einer grausamen Welt voller Leid und Krieg. Trotz seiner eigenen schrecklichen Hintergrundgeschichte stellt sich Martin aktiv gegen das Böse, begleitet von einem sprechenden Hahn, der ihm als treuer Freund und Wegweiser dient. Stefanie vor Schulte entwirft in ihrem Debütroman Junge mit schwarzem Hahn einen Ruf nach mehr Empathie, Liebe und kritischem Denken in einer Zeit, in der es an alldem mangelt. Der Roman, der sich wie ein Märchen der Romantik liest, zieht einen tief hinein in die Abgründe seines düsteren Settings und gibt doch immer wieder Hoffnung. Wie das funktioniert und ob sich die Lektüre lohnt, erfahrt in dieser Folge.

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Folge 46: Sharon Dodua Otoos Roman „Adas Raum“

Sharon Dodua Otoos Roman „Adas Raum“ (erschienen im S. Fischer Verlag)

Die titelgebende Ada aus Shardon Dodua Otoos Debütroman Adas Raum ist nicht eine Frau, sondern gleich vier. Im späten 15. Jahrhundert wird sie Zeugin der Ankunft portugiesischer Kolonialisten, im 19. Jahrhundert legt sie als Ada Lovelace die Grundlagen der modernen Informatik, 1945 wird sie im KZ Mittelbau-Dora zur Prostitution gezwungen und in unserer Gegenwart sucht sie als Schwarze Frau in Berlin verzweifelt eine Wohnung für sich und ihr ungeborenes Baby.

Sharon Dodua Otoo erzählt in ihrem Debütroman von Weiblichkeit, von Fragen der Identität, von Kolonialismus, Rassismus und Unterdrückung. Dazu hebt sie die Zirkularität des Historischen hervor und wagt dabei noch einige spannende erzählerische Experimente, etwa wenn sie aus der Perspektive eines Besens oder eines Reisepasses erzählt oder wenn sie einfach mal Gott höchstpersönlich (mit feinstem Berliner Dialekt) auftreten lässt.

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Interview mit Bozena Badura vom Literaturpreis „Das Debüt“

In diesem Jahr bin ich erstmals Jury-Mitglied bei „Das Debüt“, einem kleinen (aber feinen) Literatupreis, bei dem Literatur-Bloggerinnen und -Blogger über ihren Debütroman des Jahres abstimmen. In dieser Folge ist daher Bozena Badura zu Gast, die den Preis 2016 gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen Janine Hasse und Sarah Jäger ins Leben gerufen hat. Bozena erzählt im Interview, wie der Preis entstanden ist, wie er vergeben wird und verrät auch ihre persönlichen Highlights aus sechs Jahren „Das Debüt“.

Bozena Badura, Mitbegründerin des Literaturpreises „Das Debüt“
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