Folge 70: Elina Penners Roman „Nachtbeeren“

Elina Penners Debütroman „Nachtbeeren“ (erschienen im Aufbau Verlag)

Nelli Neufeld ist 35 Jahre alt, Russlandmennonitin, zuhause in der Provinz Ostwestfalens, verheiratet mit Kornelius. Während Nellis jüngster Bruder Eugen studiert hat und in der Großstadt lebte und ihr Teenager-Sohn Jakob zumindest halt im Glauben findet, lebt Nelli ein Leben, das geprägt ist von Familie, Vorratshaltung und Bethaus. Einzig bei ihrer (mittlerweile verstorbenen) Öma fand sie immer die liebevolle Geborgenheit und die Anerkennung, die sie sich wünschte.

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Bonus-Folge: Interview mit Elina Penner (Autorin von „Nachtbeeren“)

Elina Penner, Autorin von Nachtbeeren (Foto: © Kai Senf)

Elina Penner wurde 1987 in der ehemaligen Sowjetunion geboren und kam 1991 nach Deutschland. Sie lebte in Berlin und in den USA und ist nun im beschaulichen Minden in Ostwestfalen heimisch geworden (meine Geburtstatadt übrigens!). Im März 2022 ist ihr Debütroman mit dem Titel „Nachtbeeren“ erschienen.

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Folge 69: Mareike Fallwickls Roman „Die Wut, die bleibt“

Mareike Fallwickls Roman „Die Wut, die bleibt“ (erschienen im Rowohlt Verlag)

Es ist ein scheinbar harmloser Satz, der in diesem Roman alles in Rollen bringt: „Haben wir kein Salz“, fragt Johannes beim gemeinsamen Abendessen seine Frau Helene, die daraufhin auf den Balkon hinaustritt und sich in den Tod stürzt. Helenes beste Freundin Sarah, die mit ihrem deutlich jüngeren Freund und ihrer Schriftstellerinnentätigkeit bisher einem gänzlich konträren Lebensmodell gefolgt ist, springt ein und kümmert sich um den Haushalt und die drei Kinder. Insbesondere die 15-jährige Lola sucht nach Ventilen für die tiefgreifende Wut, die sie empfindet. Beide, Sarah und Lola, müssen einen Weg finden, mit der Lücke, die Helene hinterlassen hat, umzugehen. Und ihre Herangehensweisen könnten unterschiedlicher nicht sein.

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Folge 66: Fatma Aydemirs Roman „Dschinns“

Fatma Aydemirs Roman „Dschinns“ (erschienen im Hanser Verlag)

Fatma Aydemir hat mit Dschinns einen aufwühlenden Generationenroman über die berührende Geschichte der Familie Yilmaz geschrieben, deren Patriarch Hüsseyin nach dreißig Jahren Arbeit in Deutschland endlich eine Eigentumswohnung in Istanbul finanzieren kann und dann ausgerechnet am Tag des Einzugs an einem Herzinfarkt stirbt.

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Folge 65: Lucy Frickes Roman „Die Diplomatin“

Lucy Frickes Roman „Die Diplomatin“ (erschienen im Claassen Verlag)

Friedericke Andermann, genannt Fred, ist die Hautpfigur in Lucy Frickes fünftem Roman Die Diplomatin und Botschafterin in Uruguay. Dort beschäftigt sie sich vor allem mit der Frage nach der Farbe der Servietten und der Versorgung mit deutschen Bratwürsten bei den Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit. Nach einem Skandal verliert Fred ihren Posten und wir treffen sie zwei Jahre später als Konsulin in Instanbul wieder.

Dort setzt sie sich ein für den jungen Deutsch-Türken Bariş, der seine Mutter, die als regimekritische Künstlerin im Istanbuler Frauengefängnis einsitzt, besucht und daraufhin selbst festgesetzt wird. Zu allem Überfluss gerät auch noch der deutsche Journalist David ins Visier des türkischen Justizapparats und Fred muss feststellen, dass sie mit den klassischen Mitteln der Diplomatie mehr und mehr an Grenzen stößt.

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Folge 64: Harper Lees Roman „Wer die Nachtigall stört“

Harper Lees Roman „Wer die Nachtigall stört“ (hier als Taschenbuch in der Ausgabe vom Rowohlt Verlag)

Harper Lees Erfolgsroman Wer die Nachtigall stört erzählt die Geschichte der sechsjährigen Scout, die im kleinen Ort Maycomb, Alabama zur Zeit der Depression Anfang der 1930er Jahre aufwächst. Ihre Jugend ist unbeschwert, sie verbringt viel Zeit draußen und spielt mit ihrem Bruder Jem und dem gemeinsamen Freund Dill, bis diese Idylle schrittweise Risse bekommt und Scout mehr und mehr mit den Realitäten des Erwachsenenlebens konfrontiert wird.

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Bonus-Folge: Interview mit Max Osswald

Max Osswald, Autor von „Von hier betrachtet sieht das scheiße aus“ (Foto: © Pierre Jarawan)

Max Osswald ist Comedian, Poetry Slammer und seit neustem auch Romanautor. Sein Debüt Von hier betrachtet sieht das scheiße aus ist im Mai bei @dtv_verlag erschienen. Darin geht es um den 29-jährigen Ben Schneider, der sich das Leben nehmen möchte und dafür einen Auftragskiller engagiert, der ihn nach Ablauf von 50 Tagen umbringen soll.

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Folge 63: Max Osswalds Roman „Von hier betrachtet sieht das scheiße aus“

Max Osswalds Roman „Von hier betrachtet sieht das scheiße aus“ (erschienen bei DTV)

Mit 29 Jahren ist Ben Schneider im Leben in einer Sackgasse angekommen: Sein Job als Wirtschaftsprüfer erfüllt ihn nicht, der Kontakt mit Familie und Freunden ist abgerissen, einzig sein Drogendealer verschafft ihm mit den entsprechenden Substanzen etwas Erleichterung. Ben entscheidet sich, seinem Leben ein Ende zu setzen und engagiert dafür einen Auftragsmörder, der in genau 50 Tagen zuschlagen soll.

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